Oberlaa Qualitäten Katalog

Südlich des Kurparks Oberlaa haben sich mit der Verlängerung der U-Bahn-Linie U1 die Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung grundlegend verändert. Die großen, versiegelten Flächen sind Relikte des ehemaligen Kurzentrums, heute eröffnet sich hier ein potenzieller Standort für Wohnen und Leben im Grünen mit bester Öffi-Anbindung ins Zentrum Wiens. Gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten erarbeiteten wir in den vergangenen Jahren ein Grün- und Freiraumkonzept für das Areal im Südosten Wiens, das Bebauung sowie Mobilitätskonzepte inkludiert. Die Bebauung orientiert sich dabei am Baumbestand, damit keine adulten und damit höchst klimaaktiven Bäume weichen müssen. Die Freiraumtypen schaffen Verkehrs- und Aufenthaltsräume für moderne Ansprüche an städtisches Wohnen. Das Mobilitätskonzept bevorzugt Fahrrad, Fußverkehr und ÖPNV, gibt aber auch der Elektromobilität Raum. Das Prinzip Schwammstadt findet auch hier größten Raum: Durch versickerungsoffene Bodenbeläge gelangt Oberflächenwasser in den saugfähigen Untergrund und bleibt dort für Straßenbäume und Stadtgrün verfügbar. Die Gestaltungsprinzipien orientieren sich an den klimatischen Voraussetzungen des Areals und zielt darauf ab, erlebbare und gut lesbare Räume zu schaffen. Das Areal wird behutsam an das bestehende Umfeld angebunden, so bleibt die Durchgängigkeit zum Kurpark Oberlaa von allen Seiten gewährleistet.
Ort
Wien, AUT
Größe
-
Fertigstellung
2022
Auftraggeber
LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH
Leistungsphasen
-
Baukosten
-
Auszeichnung
-
Architektur
-
Quartiersstruktur // © DnD
Straßenquerschnitt Flaniermeile // © DnD
Axonometrie Bauplatz 2 // © DnD
städtebaulicher überblick // © DnD
Schnittansicht Bauplatz 2 // © DnD
Querschnitt Straße + Mischzone West // © DnD
Der Kurplatz an der Endstation der U1 könnte mehr sein als eine versiegelte Durchzugsfläche. • © DnD Landschaftsplanung